Zufriedenheit

Zufriedenheit ist individuell. Doch warum sind Menschen manchmal nicht zufrieden, auch wenn sie ein passables Leben führen? Warum weiß man manchmal nicht, was man eigentlich möchte und von der Zukunft erwartet? Wie findet man das raus?

Ein Mensch, der sich jahrelang eine glückliche Beziehung wünscht (oder einfach einen Partner, der ihn liebt wie er ist), wird plötzlich unzufrieden als er sie hat. Das Leben könnte ja noch mehr bereit halten, noch mehr spannende Menschen und Geschichten. Er ärgert sich "Warum kann ich nicht zufrieden sein?". Was tun?

Soll er Dinge riskieren, soll er ein Einzelgänger werden und einfach seinen Trieben folgen? Oder doch lieber absichern, heiraten, Kinder bekommen und eine Scheinwelt aufbauen?

 

Ein Mensch hat jahrelang auf eine Stelle hingearbeitet, eine Führungsstelle im Management. Nun hat er sie - und ist unzufrieden. Warum hat er so lange dafür gekämpft und findet nun doch auf einmal Meeresbiologie viel spannender? 

Das Leben besteht offensichtlich darin, sich immer neue Ziele zu setzen. Seht ihr das auch so? Ich empfinde das als sehr anstrengend. Hast du Ziel eins erfüllt, fehlen die Mittel zu Ziel zwei. Hast du dieses erreicht, willst du wieder was völlig anderes.

7.5.14 12:58

bisher 5 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Coffee2Go (7.5.14 20:11)
Hi,
nach deimen ersten Kommentar neugierig geworden habe ich mal ein bisschen bei dir rumgelesen.

Sehe das ganz ähnlich und denke, dass Geheimnis oder der Trick ist es all das in Balance zu bringen. Neues entdecken, seinen Interessen nachzugehen, aber auch mal inne zu halten um erreichte Ziele zu genießen und sich neue Ziele zu setzen. Zumindest sollte es wohl so sein, im 'echten' Leben ist es leider nicht ganz so einfach.

-Coffee2Go


atwd (7.5.14 21:42)
Freut mich!
Das eigentlich Problem dabei ist glaube ich nichtmal, dass man vielleicht nicht mehr zufrieden ist, sondern das man alte Dinge, ob Beziehungen oder Freundschaften, ob Wohnorte oder Jobs hinter sich lassen muss. Zumindest wenn die neuen Ziele/Interessen sich nicht mit den alten vereinbaren lassen.
Daher auch die gewisse Melancholie über das Thema Zufriedenheit.
Loslassen fällt mir nämlich meist sehr, sehr schwer (zumindest wenn es darum geht, andere Menschen nicht zu verletzen), aber man muss wohl auch mal Egoist sein.

Ich hoffe ich schwafel dir nicht zuviel und danke für den Kommentar


Coffee2Go (8.5.14 11:41)
Möglichkeiten. Das Leben ist kein Tunnel, wie oben auf dem Bild zu sehen. Es geht nie einfach geradeaus eine Straße entlang. Ständig gibt es neue Abzweigungen, Kreuzungen und Nebenstraßen. Und hinter jeder Möglichkeit abzubiegen verbirgt sich eine neue Chance oder das Risiko einer Sackgasse. Weil die Beschilderung des Lebens aber nicht so toll ist weiß man vor dem Abbiegen selten was kommt. Also bleibt man auf der vermeintlich sicheren Hauptstraße und kommt irgendwann an einem von vielen möglichen Zielen an. Für die einen ist es okay und zufriedenstellend am Ziel angekommen zu sein. Andere stellen sich dort die Frage, wo sie angekommen wären, wenn sie hier oder dort abgebogen wären. Und je länger man sich diese Frage stellt, desto unzufriedener wird man. An diesem Punkt angelangt fährt man dann entweder weiter und lässt vieles hinter sich (Wohnorte, Jobs, Beziehungen oder Freundschaften) oder man bleibt, wird aber unter Umständen nie wirklich zufrieden sein ( > Scheinwelt).
Die Möglichkeiten des Lebens sind gewissermaßen Segen und Fluch zugleich.

Hoffentlich kann man dem Gedankengang noch einigermaßen folgen.


atwd (8.5.14 12:48)
Weise Worte. Klingt alles logisch und nachvollziehbar - und dennoch bleibt da der emotionale Teil des Geistes, der einfach nicht einsehen will, dass es so leicht sein kann zu handeln. "Segen und Fluch zugleich" trifft es wirklich ganz gut.


Coffee2Go (8.5.14 13:25)
Der emotionale Teil des Geistes ist in diesem Fall, zumindest empfinde ich es so, eine Mischung aus Bremse und Navi. Er sorgt dafür, dass man nicht einfach drauflosbrettert und, wenn man einmal unterwegs ist, gibt er in einem gewissen Maße die Richtung vor. Alles in allem sorgt gerade der emotionale Teil des Geistes bei mir immer wieder dafür, dass ich mich nicht heillos verfahre.
Er macht das Losfahren nicht leichter, aber ohne ihn ging es auch nicht.

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