Wellenlängen

Wieder einmal habe ich jemanden kennengelernt, der mit mir auf einer Wellenlänge schwebt. Es ist Wahnsinn, wieviel Spaß wir miteinander haben obwohl wir uns erst etwa 7 Tage kennen.

Leider wohnt auch diese Person wieder mind. 70km von mir entfernt, ich sehe sie nur dreimal im Semester während der Präsenzveranstaltungen und doch vermisse ich sie jetzt schon, wenn ich daran denke, dass ich wiedereinmal meinen Wohnort ändern werde und an eine andere Uni wechsel.

 

Warum lerne ich nie jemanden aus meiner Umgebung kennen, der genauso toll ist? Ich bin doch offen und freundlich.  Naja, ich hoffe Kontakt bleibt dennoch bestehen.

Morgen gibt es erstmal ne 5stündige Pause zwischen den Vorlesungen - das wird lustig.

 

Ansonsten frage ich mich mal wieder, warum so viele Menschen sich damit zufrieden geben, immer wieder die selben Leute zu treffen und niemand Neuen mehr in sein Leben zu lassen - das ist doch viel spannender! 

 

Naja, sobald diese sehr anstrengende Woche rum ist, hab ich vermutlich mehr Zeit zu grübeln und werde mal eher wieder was tippen.

 

Bis dahin!

1 Kommentar 13.5.14 19:22, kommentieren

Gewohnheit

Die macht der Gewohnheit - sie ist riesig. Eigentlich ist sie so gut wie alles, was man überwinden muss, wenn sich Dinge ändern. Mit dem Rauchen aufhören? Kopf, Geldbörse und Körper sagen ja, Gewohnheit sagt nein.

Sich von dem ersten Freund trennen, mit dem man 6 Jahre zusammen war? Kopf sagt ja, Gewohnheit sagt nein.

Weshalb ist der Mensch so ein Gewohnheitstier? Klar, es muss Dinge geben die gleich laufen, die Ordnung im Leben schaffen und die der Gesellschaft dementsprechend nützlich sind, doch warum ist selbst im Privaten die Gewohnheit so mächtig?

Ich habe sehr lange versucht sie zu überwinden. Bin von Köln nach Berlin gezogen, bin innerhalb von Berlin zweimal umgezogen, bin wieder zurückgekehrt und sitze nun an meinem altbekannten Schreibtisch und schreibe diesen Eintrag. Klar, es war wahnsinnig spannend und aufregend, ich wäre gerne dort geblieben, aber für mein Studium ist wohl die Gewohnheit doch besser geeignet. Bald geht es wieder woanders hin - ich warte spannend darauf, welche Universität  mich zum Wintersemester annimmt. Dann heißt es wieder, mich auf neue Dinge einzustellen - was ich ja auch will! Unbedingt, so sehr. Doch das Vertraute lockt und bleibt im Hinterkopf.

 

 

Ich hoffe bald gelingt es mir, das Gewohnte hinter mir zu lassen und mich endlich in mein ersehntes Abenteuer namens Leben zu stürzen! Seit ihr auch Gewohnheitstiere, oder fällt es nur mir so schwer, sie zu ändern?

 

8.5.14 13:19, kommentieren

Isso!

7.5.14 18:22, kommentieren

Zufriedenheit

Zufriedenheit ist individuell. Doch warum sind Menschen manchmal nicht zufrieden, auch wenn sie ein passables Leben führen? Warum weiß man manchmal nicht, was man eigentlich möchte und von der Zukunft erwartet? Wie findet man das raus?

Ein Mensch, der sich jahrelang eine glückliche Beziehung wünscht (oder einfach einen Partner, der ihn liebt wie er ist), wird plötzlich unzufrieden als er sie hat. Das Leben könnte ja noch mehr bereit halten, noch mehr spannende Menschen und Geschichten. Er ärgert sich "Warum kann ich nicht zufrieden sein?". Was tun?

Soll er Dinge riskieren, soll er ein Einzelgänger werden und einfach seinen Trieben folgen? Oder doch lieber absichern, heiraten, Kinder bekommen und eine Scheinwelt aufbauen?

 

Ein Mensch hat jahrelang auf eine Stelle hingearbeitet, eine Führungsstelle im Management. Nun hat er sie - und ist unzufrieden. Warum hat er so lange dafür gekämpft und findet nun doch auf einmal Meeresbiologie viel spannender? 

Das Leben besteht offensichtlich darin, sich immer neue Ziele zu setzen. Seht ihr das auch so? Ich empfinde das als sehr anstrengend. Hast du Ziel eins erfüllt, fehlen die Mittel zu Ziel zwei. Hast du dieses erreicht, willst du wieder was völlig anderes.

5 Kommentare 7.5.14 12:58, kommentieren

Liebficken

Laut schallt es aus den Boxen "wärst du jetzt hier, sicherlich - dächtest du dann genau das gleiche wie ich? Wir würden einfach liebficken" - Sofaplanet.

Wer's nicht kennt: http://www.youtube.com/watch?v=qd2O9eFoSaw

So einfach ist das also. Einer dieser Abende, an denen einfach die ganze alte Musik durchsucht und angehört wird bringt mich mal wieder zum grübeln.

Diese Musik, die jede Fantasie, jeden Traum und jeden Wunsch innerhalb von Sekunden im Kopf durchspielen und wahr werden lassen kann. 

Neeein, die Realität kann so nicht sein - wie wahrscheinlich ist es schon, dass ich mit einem Menschen (ob ich ihn kenne oder nicht) einfach so "liebficke" und mich der Lust hingebe?

Die Musik scheint einfach wiederzuspiegeln, was die Realität nicht zu sein vermag. Alle Hoffnungen, Ziele und Wünsche sind in ihr repräsentiert und wecken vermutlich daher diese Vielfalt an Emotionen und Erinnerungen, die bei jedem Song anders sind.

 

Doch was wäre das Leben, wenn es alles so einfach wäre wie in den unzähligen Songs ÜBER das Leben? LANGWEILIG. Ich glaube der Mensch braucht Nervenkitzel, braucht Herausforderung um überhaupt irgendetwas zu tun. Naja gut, das wurde ja schon mehr oder weniger oft wissenschaftlich bewiesen, dass Resignation nur dann entsteht, wenn sich der Mensch langweilt oder die Ziele und Wünsche zu hoch gesteckt sind.

Dennoch muss man sich glaube ich vor Augen halten, dass schwierig sogar manchmal besser ist als leicht. Es wäre doch langweilig, wenn der Gegenüber genau wüsste was passiert, wenn man sich trifft - bezogen auf den wohl nicht ganz so tiefgreifend gemeinten Song "Liebficken". 

 

Haaach, wenn ich doch nicht nur an das glauben würde was ich schreibe, sondern es auch umsetzen. Nein. Der Wunsch, dass alles einfacher ist, der wird wohl nie verschwinden. Vermutlich nennt sich der Weg dorthin Leben.

 

 

1 Kommentar 6.5.14 23:52, kommentieren

Werbung